Vier, jede weit mehr als hundert Patienten umfassend, kürzlich in den USA veröffentlichte Studien zeigen die Überlegenheit der kernspintomographischen Untersuchung der Wirbelsäule in Funktion.
Zwei der veröffentlichten Studien befassen sich mit den pathologischen Veränderungen bei fortschreitender Bandscheibendegeneration der Hals- und Lendenwirbelsäule. Hier konnte gezeigt werden, dass die pathologischen Veränderungen in Funktion genauer und hinsichtlich ihrer funktionellen Bedeutung für die Klinik untersucht werden konnten.
Eine prospektive Studie befasst sich mit der klinischen Relevanz der degenerativen Veränderungen und konnte eine signifikant höhere Detektionsrate an zervikalen Bandscheibenprotrusionen unter Funktionsbedingungen zeigen, so dass die Autoren insbesondere den Stellenwert der dynamischen MRT bei inkonklusiver, konventioneller MRT Untersuchung unterstreichen.
Die letzte der vier Studien konnte in einer prospektiven, randomisierten Studie bei 18 % der untersuchten Patienten mit unklaren Rückenschmerzen eine Spondyloslisthese in Funktion nachgewiesen werden, die nur in Neutralstellung nicht nachzuweisen war.
Die Links zu den Studien:
• Positionales MRT: Ein nützliches Verfahren zur Abschätzung von cervikalen Bandscheibenvorwölbungen.