Tunnelsystem, offenes System, Upright-MRT. Wo ist der Unterschied?

Das volloffene Upright-MRT
Der Patient kann in jeder Position untersucht werden, im Liegen, im Sitzen oder im Stehen. Durch die volloffene Bauart sind, neben Untersuchungen im Liegen, Funktionsuntersuchungen der kompletten Wirbelsäule und der Gelenke möglich. Das Upright-MRT erlaubt als einziges System Kernspin-tomographie-Untersuchungen unter der natürlichen Gewichtsbelastung. Dabei hat der Patient zu jeder Zeit einen freien Blick aus dem System heraus, sowohl nach oben als auch nach vorne. Während der Untersuchung kann der Patient auf einem großen Monitor z.B. Filme betrachten. Das Gerät arbeitet sehr leise, das Tragen von Kopfhörern ist dabei nicht notwendig.
MRT im Sitzen


Herkömmliche offene Systeme
Der Patient liegt während der Untersuchung zwischen zwei Magnetpolen. Der Abstand der Pole beträgt je nach Bauart nur ca. 38 bis 43 cm. Funktionsuntersuchungen der Gelenke sind eingeschränkt möglich. Funktionsuntersuchungen an der Wirbelsäule sind nicht möglich. Untersuchungen unter der natürlichen Gewichtsbelastung sind ebenso nicht durchführbar. Ein Blickkontakt nach außen ist nur zu Seite möglich. Bei vielen Untersuchungen blickt der Patient direkt auf den oberen Magnetpol. Geringe Geräuschbelastung.


Tunnelsystem („Die Röhre“)
Der Patient liegt während der Untersuchung in einer Röhre. Der freie Durchmesser der Röhre beträgt je nach Bauart ca. 55 bis 65 cm. Bedingt durch die relative Enge der Röhre sind Funktionsuntersuchungen der Halswirbelsäule nur bedingt, der Lendenwirbelsäule und der Gelenke gar nicht möglich. Ein Blickkontakt nach außen ist nur eingeschränkt über kleine Spiegel möglich. Relativ hohe Geräuschbelastung, das Tragen von Kopfhörern ist notwendig.
Tunnelsystem